Kapitalbedarfsplanung · Gründung und Investition
Kapitalbedarfsplanung: Wie viel Geld muss stehen, bevor der erste Umsatz kommt?
Die Anschaffungen sind schnell zusammengezählt. Der Kapitalbedarf ist mehr: Gründungskosten, eine Reserve für die Anlaufphase und die Umsatzsteuer, die erst später zurückkommt. RentaS rechnet ihn Posten für Posten – und stellt die Finanzierung direkt daneben.
Musterfall · Gründung 2027
Die Anschaffungen: 11.250 €. Der Kapitalbedarf: 25.470 €.
Der Musterbetrieb Werbetechnik braucht zum Start einen Schneideplotter, einen Laminator, Rechner und Werkstattausstattung. Das ist weniger als die Hälfte dessen, was finanziert sein muss. Der Rest steckt in Posten, die in keinem Angebot eines Händlers stehen.
Mittelverwendung und Mittelherkunft
Aus Einzelposten wird Kapitalbedarf – und dann die Frage, woher er kommt
Links steht, wofür das Geld gebraucht wird. Rechts steht, woher es kommt. Erst wenn beide Seiten gleich hoch sind, ist der Kapitalbedarf rechnerisch gedeckt.
Wofür
Kapitalbedarf brutto 25.470 €
Woher
Finanzierung 25.470 €
Finanzierungslücke 0 €
Musterunternehmen · fiktive Daten · Werte aus der Kapitalbedarfsplanung · Musterbetrieb Werbetechnik
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1 · Investitionen
11.250 € für die Ausstattung
Jede Anschaffung steht einzeln: Betrag, Umsatzsteuer, Bilanzposition, Monat und Jahr der Anschaffung, Nutzungsdauer. Daraus rechnet RentaS die monatliche Abschreibung – im Musterfall zusammen 183 € im Monat.
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2 · Gründungskosten
1.750 € für Logo, Website und Anmeldung
Kosten, die einmal zum Start anfallen und kein Anlagevermögen sind. Sie stehen bei den Betriebsmitteln.
Musterunternehmen · fiktive Daten · Betriebsmittel: Reserve und Gründungskosten -
3 · Liquiditätsreserve
10.000 € für die Anlaufphase
Bis die ersten Kunden zahlen, laufen Kosten, Zinsen und Tilgung weiter. Die Reserve ist fast so groß wie die gesamte Ausstattung – und sie wird gebraucht: Im Februar sinkt das Konto des Musterbetriebs auf 6.023 €.
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4 · Umsatzsteuer-Vorfinanzierung
2.470 €, die erst später zurückkommen
Auf Investitionen und Gründungskosten fällt Umsatzsteuer an. Sie muss beim Kauf bezahlt werden und kommt erst mit der Voranmeldung vom Finanzamt zurück. RentaS rechnet sie als eigenen Posten: 23.000 € netto werden zu 25.470 € brutto.
Musterunternehmen · fiktive Daten · Kapitalbedarf netto und brutto -
5 · Finanzierung
10.470 € Eigenkapital, 15.000 € Darlehen
Erst jetzt kommt die zweite Frage. Die Ersparnisse des Gründers decken 41 %, ein Darlehen der Hausbank 59 %. Solange die Summe nicht reicht, weist RentaS eine Finanzierungslücke aus – hier steht sie auf 0 €.
Musterunternehmen · fiktive Daten · Finanzierung gegenüber dem Kapitalbedarf
Die Grafik fasst Werte der RentaS-Kapitalbedarfsplanung zusammen; sie ist keine eigene Ansicht in RentaS. Die Zahlen gelten für diesen Musterfall – jede Gründung hat ihren eigenen Bedarf.
Zu knapp geplant
Was im Kapitalbedarf gerne fehlt
Wer nur auf Maschinen, Ausstattung oder Fahrzeug schaut, plant zu kurz. Die Posten, die später fehlen, sind selten groß – aber zusammen oft mehr als die Anschaffung selbst.
Die Anlaufphase
Miete, Versicherungen, Leasing und Zinsen laufen ab dem ersten Monat. Der Umsatz kommt später – und das Geld noch später. Im Musterfall gehen von 2.133 € Januarumsatz im Januar erst 69 € ein, weil die Kunden mit Zahlungsziel zahlen.
Die Umsatzsteuer auf die Anschaffungen
Sie wird beim Kauf fällig und erst über die Voranmeldung erstattet. Im Musterfall fließen 2.138 € Vorsteuer auf die Investitionen im März zurück. Bis dahin müssen sie finanziert sein.
Gründungskosten
Anmeldung, Logo, Website, Beratung: einmalige Kosten ohne Gegenwert im Anlagevermögen. Klein im Einzelnen, aber Teil des Bedarfs.
Erstausstattung und Warenlager
Je nach Geschäft kommen ein erster Warenbestand, eine Mietkaution oder Umbaukosten hinzu. Der Musterbetrieb kauft sein Material laufend ein und braucht kein Lager – in anderen Branchen ist das ein großer Posten.
Abgrenzung
Drei Fragen, die zusammengehören – aber nicht dieselben sind
Wie viel – und wofür?
Kapitalbedarf
Investitionen, Gründungskosten, Reserve und Umsatzsteuer-Vorfinanzierung. Im Musterfall 25.470 €.
Woher?
Finanzierung
Eigenkapital und Darlehen gegenüber dem Bedarf. Im Musterfall 10.470 € und 15.000 €, Lücke 0 €.
Wann?
Liquidität
Wann das Geld tatsächlich fließt und wo der Tiefpunkt liegt. Im Musterfall im Februar mit 6.023 €. Zur Liquiditätsplanung
Ob die Reserve reicht, zeigt erst die Liquiditätsplanung. Fällt der Tiefpunkt tiefer aus als gedacht, ist das ein Grund, den Kapitalbedarf zu überprüfen.
Vom Bedarf zum Darlehen
Das Darlehen kommt aus der Planung, nicht aus einer zweiten Tabelle
Das Darlehensmodul übernimmt den geplanten Betrag aus dem Kapitalbedarf und zeigt, ob er vollständig als Darlehen erfasst ist. Im Musterfall: 15.000 € als Annuitätendarlehen, 4,9 % Zins, 60 Monate, 282 € Rate im Monat.
Mit „In Bilanz und BWA übernehmen“ gehen Anlagevermögen, Finanzierung und Abschreibungen in Planbilanz und BWA. Zinsen und Abschreibung stehen dann im Ergebnis, Zins und Tilgung in der Liquidität.
Lebensunterhalt und Bestand
Und der eigene Lebensunterhalt?
Viele Leitfäden zählen den privaten Lebensunterhalt der Anlaufphase zum Kapitalbedarf. In RentaS läuft er als eigener Privatbereich Monat für Monat durch die Planung – im Musterfall 1.166 € im Monat im ersten Jahr. Ob die Reserve die Anlaufphase einschließlich Lebensunterhalt trägt, zeigt die Liquidität.
Kapitalbedarf entsteht nicht nur bei Gründungen, sondern auch vor einer Erweiterung, einem neuen Standort oder einer großen Anschaffung. Der Musterfall auf dieser Seite ist eine Gründung.
Für Gründerinnen und Gründer
Sie planen Ihre eigene Gründung?
Dann können Sie RentaS direkt für Ihre geplante gewerbliche oder selbständige Tätigkeit nutzen: Kapitalbedarf, Finanzierung, Rentabilität, Liquidität, Break-even, Steuern und Privatbereich, die Planbilanz Ihrer Gründung und den Bericht – in derselben Software, mit der auch Berater arbeiten.
Weg 1
Selbst planen mit RentaS
Sie erstellen Ihre Planung selbst. RentaS kostet 149 € netto im Monat und ist monatlich kündbar. Sie können RentaS auch gezielt für die Dauer Ihrer Planungsphase nutzen.
Weg 2
Mit fachlicher Unterstützung
Wenn Sie bei Annahmen, Finanzierung, Tragfähigkeit oder dem Aufbau der Planung Unterstützung möchten, können Sie zusätzlich eine Beratung in Anspruch nehmen. Das ist ein Angebot, keine Voraussetzung.
Rechnen und entscheiden
RentaS rechnet. Menschen und Finanzierungspartner entscheiden.
Kein Server, auf dem Mandantendaten liegen.
Eine gedeckte Finanzierungslücke ist eine Rechnung, keine Zusage. Ob eine Bank das Darlehen gibt, ob Förderprogramme in Frage kommen und ob die Reserve genügt, entscheiden Gründer, Berater und Finanzierungspartner.
Das rechnet RentaS
- Kapitalbedarf netto und brutto, mit Umsatzsteuer-Vorfinanzierung
- Abschreibung je Anschaffung
- Finanzierungslücke gegenüber Eigenkapital und Darlehen
- Zins, Tilgung und Rate des Darlehens
Das beurteilen Sie
- Ob die Posten vollständig sind
- Wie groß die Reserve sein muss
- Welche Finanzierung passt
- Was der Bank oder Förderstelle vorgelegt wird
Mandanten- und Planungsdaten liegen im Browser auf Ihrem Rechner. Für Anmeldung und Abrechnung gibt es einen Zugangsdienst – dorthin gehen E-Mail-Adresse und Zahlungsdaten, Mandanten- und Planungsdaten nicht.
Bericht
Kapitalbedarf und Finanzierung im Bericht
Aus dem aktuellen Datenstand erzeugen Sie eine neue bearbeitbare Word-Datei. Kapitalbedarf und Finanzierungsstruktur stehen darin je auf einer eigenen Seite, zusammen mit Rentabilität, Liquidität und Break-even. Logo, Akzentfarbe und eigene Texte hinterlegen Sie einmal; eine eigene, mitgebrachte Word-Vorlage lässt sich nicht einbinden.
Häufige Fragen
Häufige Fragen zur Kapitalbedarfsplanung
Was gehört in einen Kapitalbedarfsplan?
Alles, was bezahlt sein muss, bevor das Unternehmen sich selbst trägt: Investitionen in Anlagen und Ausstattung, Gründungskosten, gegebenenfalls ein erster Warenbestand und eine Reserve für die Anlaufphase. In RentaS kommt die Vorfinanzierung der Umsatzsteuer als eigener Posten hinzu.
Wie berechnet man den Kapitalbedarf?
Die einzelnen Posten werden netto erfasst und addiert, dazu kommt die Umsatzsteuer, die bis zur Erstattung vorfinanziert werden muss. Im Musterfall: 11.250 € Anlagevermögen plus 11.750 € Betriebsmittel ergeben 23.000 € netto, mit 2.470 € Umsatzsteuer-Vorfinanzierung 25.470 € brutto.
Was ist der Unterschied zwischen Kapitalbedarf und Finanzierung?
Der Kapitalbedarf sagt, wie viel Geld wofür gebraucht wird. Die Finanzierung sagt, woher es kommt – aus Eigenkapital, Darlehen oder anderen Quellen. Zieht man das Eigenkapital vom Bedarf ab, bleibt der Betrag, der fremd finanziert werden muss.
Was ist Betriebsmittelbedarf?
Geld für den laufenden Betrieb, bevor die Einnahmen die Ausgaben decken – etwa für Miete, Material und Personal in der Anlaufphase. In RentaS stehen dafür die Betriebsmittel, im Musterfall eine Liquiditätsreserve von 10.000 € und 1.750 € Gründungskosten.
Gehört eine Liquiditätsreserve in den Kapitalbedarf?
Ja. Bis die ersten Kunden zahlen, laufen die Kosten weiter. Wie groß die Reserve sein muss, hängt vom Geschäft ab; ob sie reicht, zeigt die Liquiditätsplanung Monat für Monat.
Warum gehört die Umsatzsteuer in den Kapitalbedarf?
Weil sie beim Kauf bezahlt werden muss und erst später über die Voranmeldung vom Finanzamt zurückkommt. Bis dahin ist sie Teil des Geldes, das finanziert sein muss. Im Musterfall sind das 2.470 €.
Gehört der private Lebensunterhalt dazu?
Viele Leitfäden zählen ihn für die Anlaufphase dazu. In RentaS läuft er als Privatbereich Monat für Monat durch die Planung; ob die Reserve ihn in der Anlaufphase mitträgt, zeigt die Liquidität.
Wie viel Eigenkapital brauche ich?
Dafür gibt es keine feste Zahl; das entscheiden Gründer und Finanzierungspartner. RentaS zeigt den Anteil: Im Musterfall decken 10.470 € Eigenkapital 41 % des Kapitalbedarfs.
Wie wird ein Darlehen berücksichtigt?
Das Darlehen steht in der Finanzierung und wird im Darlehensmodul mit Zins, Laufzeit und Tilgungsart erfasst. Das Modul zeigt, ob der geplante Betrag vollständig erfasst ist, und rechnet Rate, Zinsen und Tilgung.
Was ist der Unterschied zwischen Kapitalbedarf und Liquiditätsplanung?
Der Kapitalbedarf ist eine Summe zum Start. Die Liquiditätsplanung zeigt, wann Geld ein- und ausgeht und wie sich der Kontostand Monat für Monat entwickelt. Sie prüft, ob der geplante Kapitalbedarf die Anlaufphase tatsächlich trägt.
Gehört der Kapitalbedarfsplan in den Businessplan?
Ja, er ist ein fester Teil des Finanzteils – neben Finanzierungsplan, Rentabilitätsvorschau und Liquiditätsplanung.
Kann ich Anschaffungen in späteren Jahren planen?
Ja. Jede Anschaffung hat einen Monat und ein Jahr; die Abschreibung läuft über die Nutzungsdauer. Reicht sie über den Planungszeitraum hinaus, weist RentaS den Rest aus.
Kann RentaS daraus einen Bericht erstellen?
Ja. Aus dem aktuellen Datenstand erzeugen Sie eine neue bearbeitbare Word-Datei, in der Kapitalbedarf und Finanzierungsstruktur je auf einer eigenen Seite stehen.
Was kostet RentaS?
149 € im Monat zuzüglich Umsatzsteuer, monatlich kündbar, ohne Einrichtungsgebühr und ohne Zusatzmodule. Für Kanzleien und Beratungen gilt der Preis für unbegrenzt viele Nutzer und Mandanten.
Live-Demo
Rechnen wir einen Ihrer Fälle durch
In einer halben Stunde sehen Sie, wie aus Anschaffungen, Reserve und Umsatzsteuer der Kapitalbedarf wird – und wie die Finanzierung dagegensteht.
Vertiefende Planungsthemen
RentaS ist ein Rechen- und Planungswerkzeug. Es unterstützt bei Analyse, Planung und Berichtserstellung – die fachliche Verantwortung für Annahmen, Ergebnisse und die herausgegebenen Unterlagen liegt beim Anwender.